Vaterzeit im Ramadan?!

Muslimische Väter sind, wie alle Väter, zentrale Bezugspersonen ihrer Kinder. Es ist daher von Bedeutung, sie in dieser Rolle wert zu schätzen und ernstzunehmen. Dies kann am ehesten dann erfolgen, wenn sie als Adressaten einer zukunftsorientierten Familienpolitik wahrgenommen und als Zielgruppe von politischen und sozialen Aktivitäten angesprochen werden. Das Modellprojekt Vaterzeit im Ramadan?! setzt bei dieser Erkenntnis an und zielt darauf ab, die (Fach-) Öffentlichkeit für die spezifischen gesellschaftlichen Herausforderungen zu sensibilisieren, mit denen sich muslimische Männer und Väter konfrontiert sehen.  Wir geben Anregungen für die öffentliche Diskussion über stereotype Bilder von muslimischen Männern und unterstützen Fachkräfte und Multiplikator*innen dabei, kritische Positionen einzunehmen. Durch praxisorientierte Fortbildungsprogramme fördern wir eine realistische gesellschaftliche Wahrnehmung der Situation von muslimischen Männern und Vätern. Ziel ist es, Institutionen und Fachkräften, die durch ihre Arbeit mit dem Themenkomplex in Berührung kommen, einen Reflexionsraum zu eröffnen und sie themenspezifisch und praxisbezogen fortzubilden. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, unsere Erfahrungen aus der Projektarbeit in die aktuellen Diskurse über die Zusammenhänge von Migration und Geschlecht einfließen zu lassen und öffentlich zur Diskussion zu stellen. Dazu wurde die Wanderausstellung „Ein muslimischer Mann – kein muslimischer Mann?!“ konzipiert und kann an verschiedenen Standorten gezeigt werden. Innovative Medienprodukte in Form von Text-, Bild- und Videoarbeiten tragen dazu bei, alternative Bildsprache zu entwickeln, mit der den einseitigen Darstellungen muslimischer Väter kritisch entgegengetreten wird.

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