Väter in interkulturellen Familien

Erfahrungen – Perspektiven – Wege zur Wertschätzung
Verband binationaler Familien und Partnerschaften (Hersg.)

Väter mit Migrationsgeschichte sind in öffentlichen Debatten und im Alltag Vor­urteilen und Verallgemeinerungen ausgesetzt. Die Vielfalt ihres Lebensalltags und ihre Potenziale im Hinblick auf Vaterschaft stehen im Mittelpunkt dieses Buches, das als Ergebnis des Modellprojekts »Stark für Kinder – Väter in inter­kulturellen Familien« präsentiert wird. Die Autorinnen und Autoren geben einen Überblick über sozialwissenschaftliche Ansätze der Väterforschung sowie die interkulturelle Väterarbeit. Zentrales Thema ist die Lebens­situation von Vätern mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Ihre spezifischen Problemlagen werden häufig genauso wenig wahrgenommen wie ihre individuellen Ressourcen und Anpassungsleistungen. Zudem haben sie nur eine geringe Lobby zur Vertretung ihrer Interessen, denn Empowermentprozesse mit dem Fokus auf Männlichkeit und Vaterschaft, aber auch praktische Ansätze der sozialen Arbeit stecken noch in den Anfängen.

Das Buch gibt einen Überblick über sozialwissenschaftliche Ansätze der Väterforschung sowie die interkulturelle Väterarbeit. Zentrales Thema ist die Lebenssituation von Vätern mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Ihre spezifischen Problemlagen werden häufig genauso wenig wahrgenommen wie ihre individuellen Ressourcen und Anpassungsleistungen. Zudem haben sie nur eine geringe Lobby zur Vertretung ihrer Interessen. Empowermentprozesse mit dem Fokus auf Männlichkeit und Vaterschaft, aber auch praktische Ansätze der sozialen Arbeit stecken noch in denKinderschuhen.

Beiträge von Daniel Bartel,Cengiz Deniz, Carina Großer-Kaya,Özcan Karadeniz, Eben Louw,Anja Treichel, Michael Tunç

Rezension auf socialnet.de
Buchbesprechung von umstandslos.com

“ …weil ihre Kultur so ist“

Yasemin Shooman

Sind antimuslimische Diskurse Ausdruck einer aktuellen Form des Rassismus?
Anhand von Fallbeispielen – darunter auflagenstarke Buchpublikationen, Zeitungsartikel, Webseiten und Zuschriften an muslimische Verbände – geht Yasemin Shooman den antimuslimischen Narrativen und ihren Funktionen nach.
Sie untersucht die artikulierten Selbst- und Fremdbilder ebenso wie die Rolle historischer Bezüge und arbeitet das Repertoire dominanter antimuslimischer Stereotype und Topoi heraus. Die empirische Analyse trägt auch zur Theoriebildung in dem relativ jungen Forschungsfeld bei und zeigt, dass eine Rassifizierung religiöser Zugehörigkeit zu beobachten ist, die auf dem Ineinandergreifen der Kategorien Kultur, Religion, Ethnizität, Geschlecht und Klasse basiert.

Yasemin Shooman (Dr. phil.) leitet die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und verantwortet dabei die Programme Migration und Diversität sowie das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie. Sie hat am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Rassismus, Islamfeindlichkeit und Medienanalyse.

Rezension zum Buch

Stolen Honor

Stigmatizing Muslim Men in Berlin

Katherine Pratt Ewing

 

The covered Muslim woman is a common spectacle in Western media—a victim of male brutality, the oppressed and suffering wife or daughter. And the resulting negative stereotypes of Muslim men, stereotypes reinforced by the post-9/11 climate in which he is seen as a potential terrorist, have become so prominent that they influence and shape public policy, citizenship legislation, and the course of elections across Europe and throughout the Western world. In this book, Katherine Pratt Ewing asks why and how these stereotypes—what she terms „stigmatized masculinity“—largely go unrecognized, and examines how Muslim men manage their masculine identities in the face of such discrimination.

The author focuses her analysis and develops an ethnographic portrait of the Turkish Muslim immigrant community in Germany, a population increasingly framed in the media and public discourse as in crisis because of a perceived refusal of Muslim men to assimilate. Interrogating this sense of crisis, Ewing examines a series of controversies—including honor killings, headscarf debates, and Muslim stereotypes in cinema and the media—to reveal how the Muslim man is ultimately depicted as the „abjected other“ in German society.